Giaccomo vom Rheydter Schloss Schatten

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Informationen
  • Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Sektion 1: Apportierhunde
  • Mit Arbeitsprüfung
Ursprung:Großbritanien
Widerristhöhe:
Rüde 56–61 cm
Hündin 51–56 cm
Gewicht:
nicht festgelegt
Quelle:Wikipedia
  • Golden Retriever
    Der Golden Retriever ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse (FCI-Gruppe 8, Sektion 1, Standard Nr. 111).

  • Herkunft und Geschichtliches
    Ein Besucher der weltweit größten Hundeausstellung, den englischen „Crufts“ kann im dortigen Katalog für den Golden Retriever die folgende Ursprungserläuterung finden:
    „Über den Ursprung des Golden Retrievers besteht weniger Unklarheit als bei den meisten anderen Retrieverarten,  denn es steht fest, dass diese Rasse von dem ersten Lord Tweedmouth im  vergangenen Jahrhundert herangezüchtet wurde. Diese Tatsache geht aus  sorgfältig geführten Zuchtbüchern und Aufzeichnungen hervor, die im  Jahre 1952 von Lord Tweedmouths Großneffen, dem Earl of Ilchester,  entdeckt wurden.“
    Im Jahre 1864 paarte Dudley Marjoribanks, 1. Baron Tweedmouth, einen gelben Retriever mit welligem Fell (wavycoated) „Nous“ mit einem heute ausgestorbenen Tweed Water Spaniel  „Belle“. Zwischen 1868 und 1890 züchtete Marjoribanks diese Linie  sorgfältig weiter. Er kreuzte einen weiteren Tweed Water-Spaniel ein,  zwei schwarze Retriever, ferner einen Irish Red Setter und einen sandfarbenen Bluthund. Die erste Eintragung der Rasse ins Stud Book wurde 1913 unter der Bezeichnung „Flat-coated Retriever“ vorgenommen.[1]
    Im Jahr 1913 wurde der Golden Retriever vom britischen Kennel Club, der deshalb als zuchtbuchführender Verband fungiert, als eigene Rasse anerkannt, 1920 wurde der Club für Golden Retriever gegründet[1]. Die Rasse gewann in der Folge vor allem in England und den USA  rasch an Popularität. Etwa zu Beginn der 1980er Jahre begann die Rasse  auf dem europäischen Kontinent verstärkt Fuß zu fassen, bis sie zu  Beginn der 1990er durch häufige Auftritte in Fernsehwerbung und  Spielfilmen einen regelrechten Boom (mit all seinen negativen  Begleiterscheinungen) erfuhr. Heute zählt der Golden Retriever zu den  beliebtesten und nach den Welpenstatistiken der zuständigen  Zuchtverbände häufigsten Rassehunden im angelsächsischen und deutschsprachigen Raum. Daneben ist er in den skandinavischen und den Benelux-Ländern als Haushund weit verbreitet. Auch in Frankreich, und eingeschränkt im süd- und im osteuropäischen Raum, finden sich heute Golden Retriever.
    Ähnlich der Entwicklung des Labrador Retriever  lässt sich in jüngster Vergangenheit die Aufspaltung der Rasse in zwei  verschiedene Typen erkennen: Der meist schwerer gebaute, üppig behaarte  „show-type“ steht dem leichteren, athletischeren „working-“  beziehungsweise „field trial type“ gegenüber. Mit letzterem, der auf dem  Kontinent (noch?) selten zu finden ist, werden in Großbritannien heute  noch groß angelegte Such- und Bringwettbewerbe (vgl. Apportieren), die sogenannten field-trials durchgeführt.
    Größere Differenzen im äußeren Erscheinungsbild der Hunde sind  mittlerweile zwischen dem amerikanischen und dem europäischen (=  britischen) Typus zu registrieren, auch wenn die jeweiligen Standards  des AKC (American Kennel Club) und des britischen KC (The Kennel Club) teilweise wortgetreu übereinstimmen.

  • Beschreibung
    Der Golden Retriever gehört zu den mittelgroßen Hunderassen (bis  61 cm). Sein Körperbau ist harmonisch, wobei das Verhältnis von  Körperlänge gemessen vom Brustkorb bis zur Schwanzwurzel zur  Widerristhöhe etwa 10:8 beträgt. Er besitzt eine kräftige, trockene Muskulatur  und einen gut entwickelten Knochenapparat, der ihn zu kraftvoller  Bewegung befähigt. Rippen und Brustkorb sind tief und ausgeprägt  gewölbt, am Bauch ist das Gebäude deutlich aufgezogen. Der Rücken ist gerade und in der Lendenpartie kurz.
    Das Haar eines Golden Retriever ist glatt oder wellig, aber nicht gelockt, in den Farben Gold oder Creme mit guter Befederung  an der Rückseite der Vorderläufe, der Unterseite des Schwanzes, sowie  im Brust- und Bauchbereich. Das Fell hat eine dichte, wetterfeste Unterwolle. Der Gesichtsschädel ist ausdrucksstark geformt und besitzt einen deutlichen Stop.  Die Ohren sind mittelgroß, in Augenhöhe angesetzt, und fallen etwa bis  zur Höhe des Mundwinkels. Augenlider, Augeniris, Lefzen und Nasenschwamm sind stets gut pigmentiert,  wobei sich bei einer ganzen Reihe von Hunden die Nase im Winter etwas  heller färbt. Der Golden Retriever besitzt ein stark entwickeltes,  vollständiges Scherengebiss.

  • Wesen
    Im Rassestandard  ist festgelegt, dass der Golden Retriever Willen zum Gehorsam besitzt,  intelligent ist und eine natürliche Anlage zu arbeiten besitzt. Er wird  als freundlich, liebenswürdig und zutraulich beschrieben.[2]
    Der Golden Retriever ist ein freudig arbeitender Hund, dem auch  extreme, nasskalte Witterungsbedingungen nichts ausmachen. Dem steht  allerdings eine relativ starke Empfindlichkeit hinsichtlich hoher  Temperaturen gegenüber. Grundsätzlich ist die Rasse ruhig, geduldig,  aufmerksam und gilt als nicht aggressiv. Sein Schutztrieb ist im  Vergleich zu anderen Hunderassen – wenn überhaupt – nur rudimentär  entwickelt. Das unter Retriever-Haltern bekannte Sprichwort: „Ein  Golden vertreibt keinen Einbrecher; stattdessen freut er sich über den  Besuch und hilft jenem, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen“  kennzeichnet die meisten Hunde dieser Rasse recht gut. Wie nahezu jede  Hunderasse kann aber auch der nicht erzogene beziehungsweise nicht  fachmännisch zur Jagd ausgebildete Golden Retriever zum Wildern oder  Streunen neigen. Allerdings ist er meist nicht wildscharf.
    Die Haltung  eines Golden Retrievers ist, wie die aller Jagdhunde, bewegungs- und  trainingsintensiv. Unterforderte, in ihren Arbeitsanlagen nicht  geförderte Hunde neigen dazu, unerwünschte Verhaltensweisen zu  entwickeln. Deshalb ist es äußerst wichtig, eine über „normales  Gassigehen“ hinausreichende Beschäftigung für Hund und Halter zu finden.  Gut dazu geeignet sind die Fährtenarbeit, das Dummytraining, die Betätigung in einer Rettungshundestaffel oder einer Hundesportart, die etwas mit Nasenarbeit beziehungsweise Apportieren zu tun hat.
    Beim Golden Retriever ist eine familiäre erblich bedingte Neigung zu aggressivem Verhalten beschrieben, die innerhalb der Rasse mit hoher Heritabilität vererbt wird.

  • Verwendung
    Der Golden Retriever wurde ursprünglich für die Jagd gezüchtet. Man setzte ihn ein, um geschossene Vögel - auch aus dem Wasser - zu apportieren (engl.: to retrieve  „zurückbringen“). Darauf geht auch die hohe Wasseraffinität der meisten  Hunde dieser Rasse zurück; sie sind in der Regel sehr gute Schwimmer.
    Heute ist die Rasse vor allem für ihr ausgeglichenes Wesen, ihre gute  Verträglichkeit mit fremden Menschen und ganz besonders mit Kindern  bekannt. Von den Anlagen her zeichnen sich alle Retriever durch eine  ausgesprochene Menschenfixiertheit aus, die sich, soweit sie mit viel  Einfühlungsvermögen sowie der nötigen Konsequenz gefördert und gelenkt  wird, zu einer bei vielen anderen Hunderassen kaum erreichbaren  Leichtführigkeit ausbilden lässt. Dieser sogenannte „will to please“  kann den Betrachter zu der Annahme verleiten, für den Hund sei es das  größte Glück, seinem Menschen alle Wünsche von den Augen abzulesen.
    Die beschriebene Leichtführigkeit in Verbindung mit einer hohen  Intelligenz und Anpassungsfähigkeit haben dazu geführt, dass der Golden  Retriever neben seiner ursprünglichen Verwendung zur Jagd heute  überdurchschnittlich häufig als Behindertenbegleithund, z. B. als Blindenführhund, Assistenzhund oder Gehörlosenhund, als Rettungshund und als Rauschgift- und Sprengstoffspürhund eingesetzt wird. Zumeist wird er als reiner Familien- und Begleithund gehalten.
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